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Myoclonic encephalopathy in the CDKL5 gene mutation
Autoren:
Buoni S, Zannolli R, Colamaria V,
Macucci F, di Bartolo RM, Corbini L, Orsi A, Zappella M, Hayek J Clin
Neurophysiol 2006;117:223-7
Referent:
Prof. Dr. O. Steinlein, München

gute experimentelle oder klinische Arbeit
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Zusammenfassung: Beim Rett-Syndrom handelt es
sich um eine Erkrankung, welche im frühen Kindesalter beginnt und zu
erheblicher psychomotorischer Retardierung führt. Typische Symptome sind
Autismus, stereotypische Handbewegungen, postnatale Mikrozephalie und
Epilepsie. Betroffen sind vorwiegend Mädchen, und bei etwa 80% der
Patientinnen mit klassischem Rett-Syndrom lassen sich inzwischen
Mutationen im MECP2-Gen (methyl-CpG-binding protein2) nachweisen. Dieser
Mutationsnachweis gelingt bei der Form des Rett-Syndroms mit erhaltenem
Sprachvermögen immerhin noch in etwa 50%. Seit kurzem ist bekannt, das für
eine weitere, schwer verlaufende Variante des Rett-Syndroms ein anderes
Gen verantwortlich ist, hierbei konnten Mutationen im CDKL5-Gen
nachgewiesen werden. Diese Variante des Rett-Syndroms zeichnet sich vor
allem durch eine früh einsetzende therapieresistente Epilepsie aus, wobei
allerdings detailliertere klinische Beschreibungen dieser Epilepsie bei
Patientinnen mit nachgewiesenen CDKL5-Mutationen bisher fehlten. In der
vorliegenden Arbeit beschreiben die Autoren den klinischen Verlauf bei
drei solchen Patientinnen. Bei allen drei Patientinnen begann die
therapieresistente Epilepsie bereits in der zweiten Lebenswoche, mit
tonischen oder komplex-partiellen Anfällen. Im 7. Lebensjahr traten zusätzlich
myoklonische Anfälle hinzu. Interessanterweise zeigten alle drei
Patientinnen zunächst keine für eine epileptische Encephalopathie
typische Auffälligkeiten im EEG. Im weiteren Verlauf zeigten sich im EEG
diffuse sharp waves mit hoher Amplitude, es entwickelte sich jedoch keine
klassische Hypsarrhythmie, und die für das klassische Rett-Syndrom
typische rhythmische frontocentrale Theta-Aktivität
fehlte.
Kommentar: Die Identifizierung CDKL5-Gens war
ein weiterer wichtiger Schritt bei der Klassifizierung der
unterschiedlichen Formen schwerer frühkindlicher Epilepsien, insbesondere
bei den verschiedenen Unterformen des Rett-Syndroms. Die in der
vorliegenden Arbeit publizierte detaillierte klinische Beschreibung von
Patientinnen mit nachgewiesener CDKL5-Mutation ist wichtig für die
korrekte klinische Einordnung, und damit Vorraussetzung für eine
erfolgreiche Mutationsanalyse.
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