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Aberrant
seizure-induced Neurogenesis in Experimental Temporal Lobe Epilepsy
Autoren:
Parent JM, Elliot RC, Pleasure SJ,
Barbaro NM, Lowenstein DH Annals of Neurology 2006;59:81-9
Referent:
Dr.
A. Heils, Bonn

gute experimentelle oder klinische Arbeit
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Zusammenfassung:
Fragestellung: In ihrer Arbeit gehen die Autoren der Frage nach, ob die im
Rahmen von menschlichen Temporallappenepilepsien als auch im Rahmen von
Tiermodellen zu beobachtenden Veränderungen der hippokampalen
Granulazellverteilung auf einer fehlgesteuerten Neurogenese beruht.
Hintergrund: Im Rahmen der mesialen Temporallappenepilepsie zeigen sich
morphologisch Veränderungen der hippokampalen Struktur. Neuronenverlust
und Astrogliose bilden einen Aspekt dieser zu beobachtenden Veränderungen.
Zudem findet man sowohl bei der menschlichen Epilepsie als auch im
Tiermodell Abnormalitäten in der Granulazellschicht, w. z.B. „mossy
fiber sprouting“, eine Dispersion der Zellschicht und den Nachweis
ektoper Granulazellen.
Methodik: Die Autoren untersuchten die Herkunft dieser ektopen Zellen
mittels BrDU-Färbung, in-situ-Hybridisierung und Immunhiostochemie. Diese
Methoden wurden sowohl auf menschliche Gewebeproben angewendet, welche im
Rahmen der Epilepsiechrirugie gewonnen wurden als auch im
Pilocarpin-Rattenmodell untersucht.
Ergebnisse: Durch die Anwendung von Neuroblasten-Marker konnte gezeigt
werden, dass sich Granulazell-Vorläufer dort nachweisen lassen, wo sie später
als ektope ausgereifte Zellen zu finden sind. Schlussfolgerungen: Der
Nachweis ektoper Granulazellen im Rahmen der Temporallappenepilepsie ist
nach Angaben der Autoren demnach auf eine durch Anfälle ausgelöste
Abnormalität der Neuroblasten-Migration zurückzuführen. Diese
fehlgesteuerte Neurogenese wird als wesentlich Faktor in der Genese und
Progression der Anfallserkrankung angesehen.
Kommentar: Die Arbeit ist hinsichtlich Ihrer Fragestellung, der
Ergebnisse und ihrer Interpretation sehr schlüssig. Es wird ein
umfangreiches Methodenrepertoire angewendet, welches die gezogenen Schlüsse
zulässt, und welche zudem durch qualitativ sehr gutes und umfangreiches
Bildmaterial belegt werden. Insgesamt handelt es sich um eine methodisch
anspruchsvolle und gute experimentelle Arbeit, welche das wichtige Thema
der adulten Neurogenese in den Blickpunkt pathologischer Abläufe in der
Epileptogenese stellt.
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