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EEG
features in idiopathic generalized epilepsy: Clues to diagnosis
Autoren:
Betting LE, Mory SB, Lopes-Cendes I, Li LM, Guerreiro
MM, Guerreiro CAM, Cendes F Epilepsia 2006;47:523-528
Referent:
Prof. Dr. A. Hufnagel, Essen

Arbeit oder Übersicht mit deutlichen methodischen und
inhaltlichen Mängeln
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Zusammenfassung: Ziel der Untersuchung war es
den Beitrag des EEGs zur Diagnosestellung und zum Therapiemonitoring in
der Gruppe von Patienten mit idiopathisch-generalisierten Epilepsien zu
analysieren. Es wurden 493 EEGs bei 180 Patienten analysiert und entweder
als EEG mit typischen Veränderungen im Sinne von generalisierten spike-
oder poly spike-wave-Potentialen oder atypischen Veränderungen (mit
fokalen Auffälligkeiten oder Asymmetrien) oder als normal bezeichnet.
Ergebnisse: Das erste EEG war bei 45% der 180 Patienten normal und zeigte
nur bei 33% typische EEG-Auffälligkeiten. Innerhalb der Gruppe der
idiopathisch-generalisierten Epilepsien wurden die typischsten Veränderungen
bei Absence-Epilepsien und weniger bei Patienten mit ausschließlich
tonisch-klonischen Anfällen oder bei Patienten mit Beginn der Erkrankung
im Erwachsenenalter gefunden. Die Autoren schlussfolgern, dass die
medikamentöse Behandlung der Patienten mit IGE auf der Basis einer
klinischen Entscheidung begonnen werden sollte. Der Nachweis der
klassischen spike-wave oder poly spike-wave-Potentiale im EEG erscheint
nicht zwingend erforderlich und könnte den Beginn einer adäquaten
Therapie inakzeptabel verzögern.
Kommentar: Die Studie und die darin
beinhalteten Daten zum EEG erscheinen auf den ersten Blick hilfreich, da
die Zahl der untersuchten Patienten und EEGs hoch ist. Demgegenüber wird
von den Autoren selber erst in der Diskussion angedeutet, dass mit der
Ausnahme von 14 Patienten alle Patienten antikonvulsiv behandelt wurden.
Offensichtlich wurden nur 30% der Patienten mit Valproinsäure oder
Lamotrigin behandelt, die bei diesen Syndromen als die Mittel der Wahl
gelten. Leider fehlen Angaben über die Dosierungen bzw. Serumspiegel der
verabreichten Medikationen. Da manche Medikamente wie Carbamazepin und
Phenytoin bekanntermaßen IGE-Syndrome verschlechtern können, so
beispielsweise Absencen oder Myoklonien induzieren können, ist die Arbeit
sowohl was die klinische Einschätzung der Syndrome, als auch die EEG-Auffälligkeiten
angeht weitgehend wertlos.
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