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Levetiracetam Efficacy in Epileptic Syndromes with Continous Spikes and Waves
during Slow sleep: Experience in 12 Cases
Autoren:
Aeby A, Poznanski N, Verheulpen D, Wetzburger C, van Bogaert
P Epilepsia 2005;46:1937-1942
Referent:
Prof. Dr. G. Kurleman, Münster

gute Arbeit mit allerdings etwas geringem Innovationscharakter
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Zusammenfassung: Das CSWS-Syndrom zählt zu den am schwierigsten
zu behandelnden Enzephalopathie-Syndromen des Kindesalters, da es in
Abhängigkeit des EEG-Befundes mit einem Verfall kognitiver Funktionen
einhergeht.
In einer retrospektiven Analyse wurde der Effekt von Levetiracetam (LEV)
bei 12 Kindern mit einem CSWS-Syndrome auf das EEG, das Verhalten und die
Kognition überprüft. Bei allen Kindern im Alter zwischen 4 und 14
Jahren, 7 Mädchen und 5 Jungen, war der NREM-Schlaf mindestens zu 85 %
von spike wave Entladungen besetzt. Der IQ der Kinder schwankte vor der
LEV-Therapie zwischen 30 und 109. 9 Kinder hatten ein kryptogenes, 3 ein
symptomatisches CSWS-Syndrom. Alle Kinder waren als Zeichen der
Therapieresistenz unterschiedlich breit antiepileptisch vorbehandelt. Die
LEV-Dosis betrug bei allen Kindern in den ersten 2 Behandlungswochen 25
mg/kg KG und wurde dann auf 50 mg/kg KG unter Beibehaltung der
Basismedikation aufdosiert. Für die Auswertung wurde das EEG in Grad 0-4
eingeteilt: 0 = normal, 4 = fehlende Hintergrundsaktivität,
intermittierender sharp wave Fokus, hochamplitudige spikes and waves über
beiden Hemisphären, generalisierte spike wave bursts oder fokale
Myoklonien. Außerdem wurde ein spezieller spike wave Index (SWI)
gebildet. Der Auswertescore wurde mit + = deutliche Verbesserung und
Verbesserung um 1 Gradstufe, ++ = eindrucksvolle Verbesserung und
Verbesserung um 2 Gradstufen, +++ sehr eindrückliche Verbesserung und
Verbesserung um 2 Gradstufen und Reduktion des SWI um 50%. Außerdem fand
eine umfangreiche neuropsychologische Untersuchung Eingang in die
Auswertung vor und 2 Monate nach Beginn der LEV-Behandlung.
Ergebnisse: LEV wurde von allen Kindern sehr gut vertragen. Nach 2 Monaten
hatte sich bei 7/12 Kindern das EEG verbessert (58, 3%). EEG-Befund: + (n
= 2), ++ (n = 2), +++ (n = 3).In einem Fall war das EEG im Schlaf fast
saniert. Kognition: 4/7 Kindern mit einer EEG-Verbesserung konnten auf
Grund ihrer Behinderung nicht getestet werden; ihr Verhalten aber war
deutlich gebessert; 3/7 Kinder zeigten kognitiv eine deutliche
Verbesserung. Bei 8/12 Kindern wurde die LEV-Therapie über 1 Jahr
weitergeführt mit folgendem Ergebnis: 2/8 zeigten anhaltende
Verbesserungseffekte, 2/8 wurden wegen fehlender Wirkung und 4/8 bei
Rezidiv des CSWS-Syndromes von der LEV-Therapie abgesetzt.
Kommentar: Die retrospektiven Ergebnisse der berichteten 12 Kinder
mit CSWS-Syndrom bestätigen die bisherigen kasuistischen Mitteilungen
einer positiven Therapieoption mit LEV bis 50 mg/kg KG bei diesem malignen
Epilepsiesyndrom. Ein Therapieversuch mit LEV sollte unbedingt vor Beginn
eingreifender Therapien begonnen werden. Multizentrische prospektive
Studien müssen zeigen, ob ein frühzeitigerer Beginn mit LEV in höherer
Dosis als 50 mg/kg KG bessere und anhaltendere Effekte zeigt.
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